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28.07.2010

Murata erweitert sein umfangreiches Produktangebot durch hochkapazitive Kondensatoren auf der Basis von leitendem Polymermaterial

Murata hat sein erstes nicht auf Keramik basierendes Kondensatorprodukt vorgestellt. Es handelt sich um die Polymer-Aluminium-Elektrolytkondensatoren der ECAS-Serie. Möglich wurde die Einführung der Polymer-Aluminium-Elektrolytkondensator-Technologie durch den Kauf des Conductive Polymer Capacitor-Geschäftsbereichs von Showa Denko K.K.'s (SDK) durch Murata.
Polymer-Kondensatoren zeichnen sich verglichen mit traditionellen Elkos durch attraktive ESR-Werte (effektiver Serienwiderstand ) aus und ähneln in ihren Eigenschaften den MLCCs (Multi-Layer Ceramic Capacitors).
Die ECAS-Serie gibt Murata die Möglichkeit, seine Produktpalette im oberen Kapazitätsbereich deutlich aufzustocken und den Kunden insgesamt ein lückenloses Spektrum an Kondensator-Lösungen anzubieten.
Zu den Märkten für die Kondensatoren der ECAS-Serie gehören Computer, digitale A/V-Lösungen und Telekommunikations-Systeme sowie allgemeine Power-Management-Applikationen.

Die Kondensatoren der ECAS-Serie besitzen Kunstharz-Gehäuse. Während eine mehrlagige Aluminiumfolie als Anode fungiert, wird als Katode ein leitendes Festpolymer verwendet. Für das Löten dieser oberflächenmontierbaren Bauteile kommen traditionelle Reflow-Lötverfahren in Frage. Die Serie deckt einen Kapazitätsbereich von 6,8 µF bis 470 µF ab (mit Nennspannungen von 2 bis 16 V DC). Die Serie wird mit Gehäusemaßen von 7,3 x 4,3 mm und in drei verschiedenen Dicken angeboten. Die hohe Kapazität und der geringe ESR-Wert sorgen für eine niedrige Impedanz bei hohen Frequenzen (bis 500 kHz), sodass sich die Bauteile durch eine hervorragende Entstörwirkung, Glättung und Entkopplung von Stromversorgungs-Leitungen auszeichnen. Ein weiteres Merkmal der ECAS-Serie ist außerdem die große Kapazitäts-Stabilität bei hohen Betriebsfrequenzen und hohen Temperaturen. Im Unterschied zu MLCCs kommt es bei diesen Kondensatoren zu keinem Kapazitätsabfall beim Anlegen einer Gleichspannung. Die durchgängig RoHS-konforme Serie ist für einen Betriebstemperaturbereich von 40 bis +105 °C ausgelegt.

 


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