Murata hat sein erstes nicht auf Keramik basierendes
Kondensatorprodukt vorgestellt. Es handelt sich um die
Polymer-Aluminium-Elektrolytkondensatoren der ECAS-Serie. Möglich wurde die
Einführung der Polymer-Aluminium-Elektrolytkondensator-Technologie durch den
Kauf des Conductive Polymer Capacitor-Geschäftsbereichs von Showa Denko
K.K.'s (SDK) durch Murata. Polymer-Kondensatoren zeichnen sich verglichen
mit traditionellen Elkos durch attraktive ESR-Werte (effektiver
Serienwiderstand ) aus und ähneln in ihren Eigenschaften den MLCCs
(Multi-Layer Ceramic Capacitors). Die ECAS-Serie gibt Murata die
Möglichkeit, seine Produktpalette im oberen Kapazitätsbereich deutlich
aufzustocken und den Kunden insgesamt ein lückenloses Spektrum an
Kondensator-Lösungen anzubieten. Zu den Märkten für die Kondensatoren der
ECAS-Serie gehören Computer, digitale A/V-Lösungen und
Telekommunikations-Systeme sowie allgemeine Power-Management-Applikationen.
Die Kondensatoren der ECAS-Serie besitzen Kunstharz-Gehäuse. Während eine
mehrlagige Aluminiumfolie als Anode fungiert, wird als Katode ein leitendes
Festpolymer verwendet. Für das Löten dieser oberflächenmontierbaren Bauteile
kommen traditionelle Reflow-Lötverfahren in Frage. Die Serie deckt einen
Kapazitätsbereich von 6,8 µF bis 470 µF ab (mit Nennspannungen von 2 bis 16
V DC). Die Serie wird mit Gehäusemaßen von 7,3 x 4,3 mm und in drei
verschiedenen Dicken angeboten. Die hohe Kapazität und der geringe ESR-Wert
sorgen für eine niedrige Impedanz bei hohen Frequenzen (bis 500 kHz), sodass
sich die Bauteile durch eine hervorragende Entstörwirkung, Glättung und
Entkopplung von Stromversorgungs-Leitungen auszeichnen. Ein weiteres Merkmal
der ECAS-Serie ist außerdem die große Kapazitäts-Stabilität bei hohen
Betriebsfrequenzen und hohen Temperaturen. Im Unterschied zu MLCCs kommt es
bei diesen Kondensatoren zu keinem Kapazitätsabfall beim Anlegen einer
Gleichspannung. Die durchgängig RoHS-konforme Serie ist für einen
Betriebstemperaturbereich von 40 bis +105 °C ausgelegt.
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